FAQ - Daten im LDMS

Ist beim Handling von Listen - auch AFP-Listen - der Vorgang des Separierens notwendig?

  • Auch mit einem DMS werden gelegentlich noch Listen und andere Dokumente gedruckt. Wird vor einem Ausdruck nicht elektronisch separiert, muss die komplette Liste gedruckt und abschließend manuell getrennt werden.
  • Ein gezielter Nachdruck im Rechenzentrum, aus einem DMS heraus, ist ohne Separierung nicht möglich.
  • Einige Verfahren können nicht mit beliebig großen Objekten umgehen. So ist der Zugriff über OAM derzeit nur auf Objekte möglich, die kleiner als 50 MB sind; größere müssen für OAM geteilt werden.
  • Viele Anwendungen produzieren sehr große Listen: Im DMS entstehen große Objekte. Ohne eine Separierung würde sich jeder Bearbeitungsprozess auf die komplette Liste beziehen, was natürlich einen gewaltigen Ressourcenverbrauch bedeutet.
  • Wird nicht bereits bei der Erzeugung der Listen eine Separierung vorgenommen, muss die Trennung bzw. das Zusammenführen der relevanten Seiten im Prozess des Viewens/Recherchierens  erfolgen. Dies erhöht die CPU-Last.
  • Ohne Separierung sind Mandantenfähigkeit und Revisionssicherheit in Frage gestellt.

Wie ist die Datensicherheit im LDMS gewährleistet?

  • Daten befinden sich auf einem Großrechner (Host) in einem Rechenzentrum. In derartigen Rechenzentren wird seit über 30 Jahren sowohl durch bauliche als auch durch technische und organisatorische Maßnahmen eine katastrophensichere Datenhaltung gewährleistet.
  • Jahrelang erprobte Verfahren gewährleisten, dass Daten in einem Rechenzentrum jederzeit über die gesamte Archivierungsfrist zu Bearbeitungs- und Recherchezwecke zur Verfügung stehen.

Wie werden die Daten auf dem Host so aufbereitet, dass der Anwender nur die Daten sieht, die er auch sehen darf?

  • Anhand des bestehenden Host-Security-Systems (z.B. RACF) werden den einzelnen Usern im LDMS die Berechtigungen zugewiesen.
  • Angebunden wird das Security-System über eine definierte Schnittstelle (einen so genannten Exit) an LDMS.
  • Das Zusammenspiel zwischen Security-System und Datenbankmanager gewährleistet die Zuordnung der Daten zum Anwender.
  • Der Datenbankmanager fungiert als Datenfilter.

Wer erstellt den Datenbankmanager?

  • Der Administrator (technisch) in enger Zusammenarbeit mit einem Verantwortlichen der Fachabteilungen/der Endanwender (organisatorisch). 
  • Die Fachabteilungen erstellen die Vorgaben, welcher Sachbearbeiter welche Daten bearbeiten darf. Der Administrator erstellt anhand dieser Vorgaben die vom System benötigten XML- bzw. Textdateien, welche LDMS in die Arbeitsoberfläche umsetzt.

Ist der Datenbankmanager um weitere Auswahldialoge erweiterbar?

  • Mit Hilfe der DIP-Technologie (Dynamic Input Panel), die seit LDMS/p Vers. 2 zur Verfügung steht, kann ein Administrator in wenigen Minuten einen Userexit "programmieren". Es wird ein an die Anwendererfordernisse angepasster Dialog erzeugt, der (abhängig vom User-Input) die Selektionskriterien für einen Ordner dynamisch anpasst. Zur Erstellung eines solchen Userexit benötigt der Administrator keine Java Kenntnisse! Alle Buttons, Comboboxen und Textfelder werden im XML-Format definiert, der eigentliche Dialog wird automatisch erzeugt. Der Dialog verwendet SWING-Klassen, dadurch wird der Userexit auf allen Plattformen einsetzbar. 
    Zum Vergleich: Beim Client 1.6 muß der Administrator den Userexit selbst programmieren und in Form einer DLL kompilieren. Diese DLL ließ sich nur auf einer Plattform einsetzen. 
    Produktion, Test und Installation von DIP's: Mit dem SI-Programm DIPTESTER (starten über 'diptester.jar') und einem Texteditor (empfohlen wird allerdings ein XML-Editor) kann man DIP's entwickeln und testen.

Kann man LDMS so anpassen, dass ich alle Daten im Archiv sehen kann?

  • Ja, wenn die Zugriffsberechtigungen entsprechend vergeben wurden. Sie benötigen dann pro Onlinedatei mindestens einen Ordner im Datenbankmanager auf dem PC.

Wie kommen die Daten hinter die Icons auf dem Bildschirm?

  • Die Daten liegen auf dem Großrechner in Onlinedateien; die Ordnerstruktur auf dem Client gewährleistet eine Auswahl aus dem Gesamtpool an Daten. 
  • Die Daten liegen physisch nicht in der am Client sichtbaren Struktur vor, der Client mit seinen Ordnern und Icons bietet eine Sicht auf die Daten. - Es werden also immer genau die Daten sichtbar gemacht, die den Ordnerauswahlkriterien entsprechen.
  • Hier kommt wieder die Filterfunktion des Datenbankmanagers zum Ausdruck

Warum arbeitet LDMS mit der VSAM-Datenbank?

  • Allgemein: Die VSAM I/O-Routinen sind über viele Jahre ausgereift.
    VSAM ist  im IBM Betriebssystem OS/390 bzw. z/OS vorhanden und muss nicht extra lizenziert werden. 
  • Administration: Mit der VSAM-Datenbank gibt es im Vergleich zu DB2 weniger Aufwand bei der Administration, da LDMS alle Tools zur Verwaltung und Pflege der Datenbanken zur Verfügung stellt. Die Datenbanken mit RRDS-Format sind selbst-reorganisierend.
  • Mengen: Es sind keine zusätzlichen Ressourcen nötig, da LDMS mit Hilfe von VSAM 999 Datenbanken mit je 50 GB verwalten kann.
  • Performance: LDMS ist sehr rechnernah konzipiert. Daher ist eine direkte VSAM-Programmierung deutlich performanter. VSAM, so wie es von LDMS genutzt wird, ist sehr schnell, da schon alles für die notwendigen Zugriffspfade vorgedacht und optimiert ist.

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